Altarsteine aus der Munsterkirche
In der Ausstellung „800 Jahre Münsterkirche“ ist ein von Pierre Cuypers entworfener Hochaltar zu sehen.
Der Altar wurde 1901–1902 von Pierre Cuypers entworfen und war bis zum Jahr 1959/60 in der Münsterkirche zu sehen. Im Cuypershaus wird der Altar – nach seiner Entfernung aus der Münsterkirche – erstmals wieder in seinem Gesamtzusammenhang gezeigt.
Der untere Teil des Altars besteht aus drei Altarsteinen aus französischem Kalkstein. In der Mitte ist das „Lamm Gottes auf den sieben Strömen“ dargestellt (die sieben Ströme symbolisieren die sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Heilige Kommunion, Beichte, Krankensalbung, Priesterweihe und Ehe). Rechts ist das „Opfer des Melchisedek“ zu sehen (Hohepriester Melchisedek kniet mit einem Kelch vor Abraham) und links das Passahmahl (bei dem ein Lamm geopfert wird), Gerade noch erkennbar ist, dass sie einst mit dekorativen Rändern und farbigen Anstrichen versehen waren.
Im Cuypers-Archiv im „Het Nieuwe Instituut“ in Rotterdam befindet sich eine Entwurfszeichnung des Hochaltars in der Munsterkerk. Darauf sind die Altarsteine gut zu erkennen. Diese Entwurfszeichnung kann in der Ausstellung vergrößert betrachtet werden.
1959/60 wurde der Altar aus der Munsterkerk entfernt. Die drei Steine des unteren Teils wurden vom Subunternehmer in Sicherheit gebracht und auf das Gelände seines Unternehmens in Meerssen gebracht. Dort standen sie lange Zeit im Freien.
Durch die Schenkung an das Cuypershuis im Jahr 2015 hat der Sohn des Subunternehmers einen angemessenen Bestimmungsort für die Altarsteine gefunden. In der Ausstellung werden sie erstmals im Zusammenhang mit anderen Teilen des Altars gezeigt, die als Leihgabe von der Munsterkerk zur Verfügung gestellt wurden.