Der Gärtner
Ein entzückendes kleines Gemälde, gemalt von Pierre Cuypers’ Vater, ist in „Cuypers’ Arbeitszimmer“ im Bereich „Inspirationsquellen“ zu sehen. Auf dem Gemälde ist ein Gärtner mit seiner Schaufel abgebildet. Er riecht an einer Blume, die er gerade gepflückt hat.
Das Werk ist nicht signiert und wurde seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1932 als Schenkung der Familie Cuypers in die Sammlung aufgenommen. In der Registrierung ist vermerkt, dass das Werk von Johannes Hubertus Cuypers geschaffen wurde, inspiriert von einem alten Stich. Leider ist nicht vermerkt, um welchen Stich es sich dabei handelt. In der Sammlung befinden sich noch vier weitere ähnliche Gemälde, die Teil einer Serie von insgesamt fünf sind. Gerard van de Garde vom Stadtarchiv Roermond hat kürzlich einen Zusammenhang mit einer Serie über „Die fünf Sinne“ entdeckt. In der Sammlung des British Museum befinden sich fünf Stiche von Jacques-Philippe le Bas, und in der Sammlung des Royal Pavilion & Museums, Brighton & Hove, gibt es fünf Gemälde von David Teniers. Die Stiche wurden nach dem Vorbild der Gemälde von Teniers angefertigt.
Beide Serien weisen eine auffällige Ähnlichkeit mit denen von Vater Cuypers auf. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er seine Werke anhand von (Reproduktionen) der Stiche oder der Gemälde geschaffen hat. Stiche wurden oft als Einzelbilder oder als Serie von Einzelbildern verkauft und könnten auf diese Weise zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Roermond gelangt sein. Wir wissen nun also, nach welchem Vorbild Cuypers’ Vater das Gemälde geschaffen hat. Und wir wissen nun auch, dass „Der Gärtner“ den Sinn „den Geruchssinn“ darstellt!