Die Natur als Inspiration
Pierre Cuypers zeichnet ununterbrochen Stadtansichten, Blumen und Blattmotive. Diese Inspiration verarbeitet er zu geometrischen Mustern, die beim Betrachter auch heute noch Staunen hervorrufen.
Auf Cuypers’ Arbeitstisch im Raum „Inspiration“ liegen einige seiner Skizzen. Im Jahr 1887 zeichnet er auf einem Skizzenblatt eine Reihe symmetrischer Blattmotive in verschiedenen Farben. Auf einem anderen Blatt Papier kombiniert er kleine Zeichnungen von Blättern und Zweigen mit bereits etwas ausgearbeiteteren Skizzen für Randverzierungen. Beide Zeichnungen sind von ihm signiert. Sie sind Beispiele für die beeindruckende Menge an Skizzen, die Cuypers anfertigte.
Pierre Cuypers zeichnet ununterbrochen, tagsüber, abends und auf Reisen: Stadtansichten und Natur, Blumen und Blattmotive, manchmal sogar Tiere und gelegentlich Landschaften. Cuypers stilisiert sie zu geometrischen Mustern. Die Zeichner in den Werkstätten arbeiten Cuypers’ Skizzen zu detaillierten Konstruktionszeichnungen aus, woraufhin die Bildhauer, Ornamentschnitzer und Maler damit an die Arbeit gehen.
In Cuypers’ Kirchen und Gebäuden wie dem Rijksmuseum, dem Amsterdamer Hauptbahnhof und Schloss De Haar wird der Betrachter fast überwältigt von den unzähligen, von der Natur inspirierten Verzierungen. Sie finden sich in geschnitzten Reliefs, Kapitellen und farbenprächtigen Wand- und Gewölbemalereien wieder. Auch in seinen Möbeln tauchen häufig Tierköpfe, Blätter und Blumen auf.