Porträt eines jungen Architekten
Dieser Gipsabguss eines runden Schlusssteins verdeutlicht sehr gut, wie Cuypers über seine Arbeit dachte.
Am 3. März 2021 jährt sich der Todestag des Architekten Pierre Cuypers zum 100. Mal. Damit fand die lange Karriere dieses berühmten Architekten ihr Ende. Das Jahr 2021 wurde daher zum Cuypers-Jahr ausgerufen, in dem wir Cuypers’ Werk und seine zahlreichen Errungenschaften besonders würdigen. Ein Objekt, das sein Werk gut veranschaulicht, ist dieser Gipsabguss eines runden Schlusssteins, auf dem der noch junge Cuypers abgebildet ist. Er ist auf dem Stein als Architekt mit einem Zirkel in der Hand dargestellt. Der Zirkel ist das Symbol für den Architektenberuf.
Cuypers griff mit seinen architektonischen und künstlerischen Vorstellungen auf das Mittelalter zurück. Als Architekt war er nicht nur für den Entwurf des Gebäudes verantwortlich, sondern zeichnete auch für das gesamte Projekt einschließlich der Innenausstattung verantwortlich, wobei er zweifellos den Zirkel benutzte.
Der Schlussstein befindet sich oben in der Mitte des ersten Gewölbefeldes der Martinuskirche in Maastricht (in Wyck). Diese Kirche wurde 1858 nach einem Entwurf von Pierre Cuypers erbaut, und mit dem Schlussstein hinterließ er dort buchstäblich seine Signatur.
Das tat er öfter. Porträts von ihm sind beispielsweise auch im Rijksmuseum, in der Abteikirche Rolduc, im Schloss De Haar und in der Munsterkerk in Roermond zu finden. Damit wirft er bis heute einen Blick auf das Werk, auf das er stolz war!
In der Dauerausstellung des Cuypershuis ist der Gipsabguss des Schlusssteins neben dem detaillierten Holzmodell der Martinuskirche im Raum „Kirchen“ zu sehen.