Eine Fundgrube an Informationen
Fotografie ist nicht das Erste, woran man beim Architekten Pierre Cuypers (1827–1921) denkt. Dennoch hat er einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der niederländischen Fotografie geleistet. Er nutzte die Möglichkeiten der fotografischen Reproduktion in vollem Umfang, um neue Architektur, Kunstgegenstände aus seinen Ateliers, Altertümer und Denkmäler festzuhalten. Darüber hinaus sammelte er Fotos, um sich selbst und seine Mitarbeiter mit einer enormen Fülle an Beispielen aus der internationalen Kunst- und Architekturgeschichte anzuleiten und zu inspirieren. Die Sammlung ist ein wichtiger Beleg für Cuypers’ fortschrittliche Herangehensweise. Sein ganzes Leben lang nutzte er neue Techniken und setzte auf Innovation, um den optimalen Betrieb seines Unternehmens zu gewährleisten.
Forschung
Das Cuypershuis hat Loes van Harrevelt, Kuratorin des Nederlands Fotomuseum, mit der Untersuchung der Sammlung von Glasnegativen beauftragt, die aus dem Unternehmen von Cuypers stammen. Diese Negativsammlung ist aufgrund ihres Alters, der angewandten Technik, der Themenvielfalt und der fotografischen Qualität ein wichtiger Bestandteil der niederländischen Fotosammlung. Die Glasplatten gewähren uns einen Einblick in die Produktions- und Verkaufsmethoden der Kunstwerkstätten, die zahlreichen Künstler und Handwerker, die hier tätig waren, sowie in den Aufschwung der Kunstreproduktion in Gips und Fotografie.
Das Buch „Breekbare beelden“ ist ab sofort auch in unserem Museumsshop erhältlich!