Das farbenfrohe Erlebnis von „Multiply“
Raw Color, Gewinner des Limburg Design Award 2023, präsentiert in „Multiply“ eine Kombination aus Grafikdesign, Produktdesign und Fotografie in einem räumlichen Farberlebnis. „Multiply“ steht für das Überlagern und Vermischen von Farben und repräsentiert die vielfältigen Formen der Farbforschung, die im Mittelpunkt der Arbeit des Studios stehen. Die Ausstellung zeigt erstmals in den Niederlanden einen Überblick über die Endprodukte sowie den Arbeitsprozess von Raw Color.
Die Materialisierung von Farbe spielt die Hauptrolle und kann als Kern des multidisziplinären Studios Raw Color angesehen werden. Damit verfolgt das Studio einen einzigartigen Ansatz im Bereich des Designs. Daniera ter Haar und Christoph Brach arbeiten gemeinsam mit ihrem Team an Projekten, die sie selbst initiieren oder im Auftrag bekannter Marken durchführen. Verschiedene Projekte des Studios sind in den Sammlungen des Cooper Hewitt Museum, des Stedelijk Museum und des TextielMuseum vertreten.
Faszinierende räumliche Objekte in „Conversion“
Fransje Gimbrère, Gewinnerin des Harrie-Tillie-Preises 2023, nutzt bestehende Materialien und Techniken als Ausgangspunkt für Experimente und die Erforschung neuer Möglichkeiten. In der Ausstellung „Conversion“ wird gezeigt, wie sie handwerkliche Techniken neu interpretiert und Materialien ungewohnte Eigenschaften zuschreibt, was zu faszinierenden Objekten und Anwendungen führt.
Seit ihrem Studienabschluss im Jahr 2017 betreibt Fransje Gimbrère experimentelle und praxisorientierte Forschung zu den Möglichkeiten und Anwendungsbereichen bestehender textiler Materialien, Handwerkstechniken und industrieller Fertigungsverfahren. Sie manipuliert die Eigenschaften von Materialien, Bild und Form. Auf diese Weise beeinflusst sie die Art und Weise, wie wir Materie wahrnehmen, und schafft inspirierende Konzepte und Entwürfe, sowohl eigenständig als auch für die Industrie.
Design in den Fußstapfen von Pierre Cuypers
Der Limburg Design Award wird alle zwei Jahre an einen aktuellen, (inter)national tätigen Designer verliehen. Der Preis konzentriert sich auf zeitgenössisches Innenarchitekturdesign und dessen Verbindung zu den Entwürfen von Pierre Cuypers. Auch wenn zeitgenössische Innenarchitekten andere Materialien und Fertigungstechniken einsetzen, um ihre Entwürfe zu verwirklichen. Ihr Streben ist dem von Cuypers verwandt; Schönheit, Engagement, Handwerkskunst, Unternehmergeist und Innovation sind für beide gleichermaßen wichtig.
Ziel des Harrie-Tillie-Preises ist es, die künstlerische Entwicklung talentierter Designer zu fördern. Damit steht der Preis in enger Verbindung zu seinem Namensgeber Harrie Tillie, der von 1988 bis 2001 Kurator des Roermonds-Museums war. Als Kurator setzte er sich dafür ein, jungen, talentierten Künstlern eine Plattform zu bieten.
Maßgeblich für die Preisvergabe war „der Geist von Cuypers“: die Suche nach Innovationen, ein Gespür für Ästhetik und Funktionalität sowie das Überschreiten von Disziplinen. Bei dieser siebten Ausgabe lag der Schwerpunkt zudem auf der Verwendung und Wirkung von Mustern und Dessins. Mit der Verleihung der Preise möchte die Gemeinde Roermond den Bekanntheitsgrad von Pierre Cuypers, seinem Werk und seinem gedanklichen Erbe steigern und das Cuypershuis als Plattform für zeitgenössisches Innendesign profilieren.