Sakramentenbanner mit dem Lamm Gottes

Kirchliche Textilien sind in der Sammlung kaum vertreten. Glücklicherweise wurde 2019 ein Sakramentsbanner von den Redemptoristen des Klosters in Wittem gestiftet.

Das Sakramentsbanner wurde um 1890–1910 in der Werkstatt Stoltzenberg angefertigt und ist nun im Empfangsraum des Cuypershuis zu sehen. Auf dem Medaillon in der Mitte ist das Lamm Gottes abgebildet. Aus der Seite des Lammes fließt Blut in einen Kelch. Dies symbolisiert das Leiden Christi. Um das Medaillon herum steht der Text: „Ecce Agnus Dei, Ecce qui tollit peccata mundi“, also: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt trägt.“

Die Darstellung ist auf Seide gemalt. Die Linien sind zusätzlich durch Stickereien hervorgehoben. Das Medaillon ist auf weißem Damast angebracht, der mit einem Rand aus zweifarbiger Franse und einer Kordel mit Quasten verziert ist. Auf einem Sockel befestigt, konnte es in der Kirche aufgestellt werden.

Im Oktober 1852 wird die Firma Georges, Cuypers und Stoltzenberg in Roermond gegründet: „Ateliers für christliche Bildhauerkunst, Kirchenmalerei und Kirchenmöbel in allen Stilen“. Georges verlässt die Firma schon bald im Guten, doch Cuypers und Stoltzenberg machen weiter. François Stoltzenberg führt seit 1840 ein gut gehendes Unternehmen, das „Kirchenornamente, Gewänder, Fahnen, Gold-, Silber- und Kupferarbeiten usw.“ liefert. Von beiden Firmen wurde 1890 ein gemeinsamer Katalog herausgegeben. In diesem Katalog sind unter den Nummern 27 und 28 ähnliche Fahnen abgebildet.

Wimpel mit gemalten Ornamenten, ohne Sockel, wurden ab 20 Gulden angeboten. Ein Wimpel mit Seidenfransen und Stickereien aus mehrfarbiger Seide kostete mindestens 10 Gulden mehr. Für die Mitlieferung der Sockel wurden 4 bis 10 Gulden zusätzlich berechnet.

Die Sakramentsfahne ist in der Limburger Prunkkammer des Sozialhistorischen Zentrums Limburg (SHCL) ausgestellt. Im Rahmen des DRAPO-Projekts werden limburgische Vereinsflaggen und -fahnen erfasst.

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