Die Ausstellung vereint das Werk von Cuypers und das Forschungsprojekt „WaterSchool“ von Studio Makkink & Bey, um eine Geschichte über die Gestaltung unseres Lebensraums zu erzählen. Ziel dieser Ausstellung ist es, ein Bewusstsein für den Wert des Wassers zu schaffen und aufzuzeigen, was wir tun können, um unseren Wasser-Fußabdruck zu minimieren.
Wie könnte unser Lebensraum aussehen, wenn wir ihn unter Berücksichtigung unseres Wasserfußabdrucks gestalten würden? Die Ausstellung gibt vielfältige Antworten auf diese Frage. Zu sehen sind Gebrauchsgegenstände zeitgenössischer Künstler und Designer, die zeigen, wie der Einsatz neuer biobasierter Materialien und eine kleinräumige lokale Produktion zu anderen Formen der Architektur, der Stadtentwicklung und einer neuen Art des Zusammenlebens führen.
Gijs Schalkx || Uitsloot
Uitsloot zeigt uns eine alternative Vision unserer Zukunft; eine Zukunft, die den Verbrennungsmotor am Leben erhält, und – was noch wichtiger ist – eine Zukunft, die die Kraft des Selbermachens und den daraus resultierenden individuellen Einfluss feiert.
Durch die direkte Gewinnung von Methan (Sumpfgas) aus lokalen Teichen oder Gräben versucht Gijs Schalkx, uns die Prozesse bewusst zu machen, die hinter den Kulissen unseres Lebens verborgen sind, sowie die Infrastrukturen, die uns am Leben erhalten.
Atelier NL || ZandGlas
Atelier NL hat für die Ausstellung „WaterSpiegelingen“ eine Sonderedition des ZandGlas-Geschirrs hergestellt, für das Sand von Orten in Roermond verwendet wurde, die von den Flüssen Maas, Roer und Swalm geprägt sind. Die Serie hebt die Ursprünge dieser Flüsse sowie aktuelle Herausforderungen wie Hochwasser und Dürre hervor. Die Region leidet unter Überschwemmungen durch Regen und Starkregen, während die höher gelegenen Sandböden mit Dürre zu kämpfen haben, was natürliche Ökosysteme bedroht.
Die Verwendung dieses Sandes im Geschirr unterstreicht die Verletzlichkeit der natürlichen Umwelt und die Bedeutung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Das „ZandGlas“-Geschirr spiegelt zudem die Schönheit und das dynamische Zusammenspiel von Wasser und Land in Roermond wider und lädt dazu ein, über diese Themen nachzudenken.
Max Degen || „Nat Land“
Das Projekt „Nat Land“ ist eine kreative Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, denen sich die Niederlande infolge des Klimawandels gegenübersehen. Das Projekt besteht aus einem Stop-Motion-Film und zwei Objekten, die die Geschichte einer Person in den Niederlanden veranschaulichen, die sich an eine Zukunft anpasst, in der Wasser eine prominentere Rolle in der niederländischen Landschaft spielt.

Dies sind einige Beispiele für die vielen Projekte, die in der Ausstellung zu sehen sein werden. Alle Werke der Ausstellung stehen für eine nachhaltige, kreislauforientierte und sich selbst regenerierende Lernumgebung, um die ökologischen Herausforderungen von heute anzugehen, und zeigen, dass es möglich ist, eine neue Kultur zu entwickeln.
Studio Makkink & Bey || WaterSchool
Studio Makkink & Bey – Kurator und Gestalter der Ausstellung – ist ein multidisziplinäres Designbüro mit Sitz im Kreativviertel M4H in Rotterdam, das 2002 von der Architektin und Designerin Rianne Makkink und dem Designer Jurgen Bey gegründet wurde.
WaterSchool – ein eigeninitiiertes Projekt von Studio Makkink & Bey – ist eine spekulative Schule, die rund um das Thema Wasser als essentielles Material, Thema sowie soziales und politisches Phänomen konzipiert und organisiert wurde. Im Rahmen von Ausstellungen fungiert Studio Makkink & Bey als Kurator und lädt aufstrebende Künstler und Designer ein, ihre Arbeiten in thematischen Ausstellungen und Vortragsreihen zu präsentieren. Durch die Arbeit innerhalb eines spekulativen Rahmens spielt Studio Makkink & Bey auf eine Zukunft an, in der Kunst und Design stärker in die Bildung und das Leben im Allgemeinen integriert sind.
WaterSchool wird weltweit gezeigt – von Dubai bis Mailand, von Taipeh bis Roermond. Getragen von einem gemeinsamen Konzept und einer gemeinsamen Idee wird jede Ausstellung an den jeweiligen Kontext und Ort angepasst, wodurch jede Ausstellung einzigartig ist.
„Wir sollten vor allem nicht vergessen, dass wir alles auch mit Freude angehen können. Nicht alles muss ausgehend von einer Problemstellung betrachtet werden; wir können auch Formen finden, die Spaß machen. Das ist eine andere Art, mit Veränderungen umzugehen, anstatt darüber zu diskutieren und zu überzeugen, was das Beste ist. Manchmal muss man einfach anfangen und sich von dem leiten lassen, was dann geschieht und möglich wird. Die Ausstellung „WaterSpiegelingen“ zeigt genau das.“ – Jurgen Bey